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Life of prayer
Life in a community
Life of work

DER SPIRITUELLE WERT DER ARBEIT

Mönch versieht einen Käse mit einer Schutzschicht

Die Arbeit ist auch ein Dienst an der Gemeinschaft der Brüder. St. Benedikt schreibt der Arbeit außerdem einen spirituellen Wert zu: „Nichts zu tun zu haben, ist schädlich für den Menschen!“. Mönche müssen - und können - nicht nur mit geistlichen Sachen beschäftigt sein: „Zu regelmäßigen Zeitpunkten müssen sie Handarbeit ausführen.“

St. Bernard sagt seinerseits nach dem Vorbild von Maurice Blondel: „Was fehlt, um die Bücher zu verstehen, wirst du in der Arbeit finden! So können das Holz und die Steine dich viel mehr als die renommiertesten Meister lehren!“ So gesehen kann man die Arbeit selbst als eine Form von… „Lesen“ betrachten! So liest man - beim Arbeiten und Handeln - das Buch der Natur wie das Eine Buch Gottes.

Die Mönche ziehen einfache Handarbeit vor. Diese fördert nämlich am besten das Erlebnis der Einsamkeit und des Gebets. Das heißt aber nicht, dass auf administrative oder intellektuelle Arbeit für die Vertiefung von sich selbst und anderen verzichtet werden könnte. Die Arbeit selbst wird zum Gebet, wenn sie in Gottes Anwesenheit ausgeführt wird.

In der Arbeit erlebt der Mönch auch seine Solidarität mit allen Menschen, die ihren eigenen Lebensunterhalt decken müssen. Ein Mönch ist nämlich St. Benedikt zufolge erst dann richtig Mönch, „wenn er von seiner Handarbeit lebt“. Diese Solidarität wird ganz konkret in der Zusammenarbeit mit Arbeitnehmern.